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Konzept / Hintergrund

Was sind Interkulturelle MotivationsSeminare für Tour Guides?

Interkulturelle MotivationsSeminare...

... sind praxisbezogene Trainingsseminare für Tour Guides in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern, die dort deutsch- bzw. englischsprachige Touristen betreuen

... werden durchgeführt in Kooperation mit Reiseveranstaltern, Touristikagenturen, Tourist Boards, Tourismusministerien oder Tour Guide Associations, welche die Kompetenz ihrer Tour Guides als Kulturvermittler stärken wollen

... vermitteln praxisrelevantes Wissen und Kommunikationsfertigkeiten - systematisch und strukturiert, auf kreative Art und Weise

... werden angeboten als Grundkurs "Basic" und als Aufbaukurse "Advanced" und "Proficiency" mit der Möglichkeit zur Erlangung eines entsprechenden Zertifikats

... werden durchgeführt vom Studienkreis für Tourismus und Entwicklung - mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

... haben sich seit vielen Jahren bewährt: Bis Ende 2015 wurden 124 Fortbildungsseminare in deutscher und 4 in englischer Sprache durchgeführt. Seitdem Zertifikate vergeben werden (1992), haben 558 deutsch sprechende Tour Guides das Zertifikat "Interkultureller Lehrer" erhalten (dazu 23 englisch sprechende).


Warum gibt es Interkulturelle MotivationsSeminare für Tour Guides?

Der internationale Tourismus ist nicht nur ein länderübegreifender Wirtschaftsfaktor, sondern bietet auch die Chance der Begegnung zwischen Kulturen. Ob sich beides zum Vorteil der Beteiligten entwickelt, hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Im Jahr 2012 fanden 47 Prozent der 1,04 Mrd. ausländischen Touristenankünfte in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern statt - ca. 10 Prozent in Transformationsländern Zentral- und Osteuropas.

Nach Untersuchungen des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung e.V. reisten z.B. 2012 8,4 Mio. deutsche Urlauber in Entwicklungs- und Schwellenländer. Davon besuchten 5,8 Mio. islamisch geprägte Destinationen im Mittelmeerraum (einschließlich Türkei). 2,6 Mio. bereisten ferne Länder in Asien, Afrika, Lateinamerika und in der Karibik.

Urlaubsreisen in diese Länder bedeuten Kontakt mit einer anderen Kultur - deren Spielregeln häufig unbekannt sind - mit einer anderen Religion, einem anderen Entwicklungsverständnis. Das ist Chance und Herausforderung zugleich.

Nur die Hälfte der Urlauber mit Entwicklungsländer-Erfahrung meint, dass solche Reisen das Verständnis für diese Länder und ihre Menschen fördern. Viele sind verunsichert durch Krisen und Konflikte in Zielgebieten.

Was der Tourist im Urlaub wahrnimmt, erlebt und lernt, hängt maßgeblich von der Qualität der Reiseleitung ab.

Deutsche Urlauber mit Entwicklungsländer-Erfahrung haben hohe Erwartungen an die Reiseleitung: 86 Prozent erwarten eine objektive, glaubwürdige Information über Land und Leute, 76 Prozent eine einfühlsame Vermittlung der Alltagsrealität des Gastlandes, 63 Prozent die Vermittlung von Fachwissen.